03.05.2010
Am vergangenen Wochenende fand der zweite Lauf der FIA GT WM auf dem neu umgebauten Kurs in Silverstone statt. Zusammen mit dem Holländer Jos Menten konnte ich auf dem Lamborghini Murcielago vom Team Reiter Engineering das erste Podium dieses Jahr einfahren.
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Am Montag vor dem Rennen bekam ich einen Anruf: „Frank buch dir einen Flug nach Silverstone“. Gerade einmal 8 Runden hatte ich vor diesem Wochenende auf dem GT1 Lamborghini gedreht und in Silverstone war ich auch noch nie. Zur Vorbereitung bin ich die Strecke dann auf einer Rennsimulation gefahren und am Donnerstag dann noch einmal abgelaufen.
Das hat sich ausgezahlt denn beim ersten freien Training waren wir am Ende auf P6. Ich fuhr die erste Hälfte des Trainings und konnte das Auto gleich zu Beginn auf den zweiten Platz stellen. Danach übergab ich dann das Steuer an Jos und wir probierten noch einige Kleinigkeiten am Setup.
Auch für das zweite Training hatten wir noch ein paar Ideen wie wir das Auto noch besser abstimmen konnten. Da wir aber an so einem Wochenende auf nur 4 Satz Reifen begrenzt sind und der Lamborghini einen hohen Reifenverschleiß hat, nutzen wir nur einen Satz für die freien Trainings und sparten uns 3 Satz für Quali und Rennen. Am Ende des zweiten Trainings dann also der 13. Platz.
Der Qualifikationsmodus ist ähnlich wie der der Formel 1, er unterteilt sich in 3 Abschnitte, nach jedem dieser Abschnitte fallen 8 Autos raus, so dass im letzten Teil 8 Autos um die Pole Position Kämpfen. Unser Ziel war es mit beiden Lamborghini in Q3 zu kommen. Im ersten Abschnitt konnte sich Jos mit der letzten Runde noch qualifizieren. Im zweiten Abschnitt fuhr ich auf P3 und im letzten Abschnitt fuhr Jos das Auto mit einer sehr guten Leistung auf P7. Wir waren mit dem Ergebnis wirklich zufrieden.
Am Samstag fand dann auch noch das Qualifikationsrennen statt, das die Startaufstellung für das Hauptrennen am Sonntag liefert. Nach ordentlichem Start konnte ich mich nach einigen Runden Kampf am Nissan GT-R vorbeipressen und war somit auf P6. Beim Boxenstopp gewannen wir zwei weitere Positionen und waren nach dem Stopp sensationeller Vierter. Leider musste sich Jos in den letzten beiden Runden den heranfliegenden Nissan und Maserati geschlagen geben. Am Ende also P6 womit wir aber trotzdem sehr zufrieden waren.
Zur Vorbereitung bin ich die Strecke dann auf einer Rennsimulation gefahren und am Donnerstag dann noch einmal abgelaufen.
Am Sonntagmorgen hatten wir noch ein 30 minütiges Warmup. Dieses fand im Regen statt und am Ende war der dritte Platz unserer. Egal welche Bedingungen also kommen sollten, wir waren gut gerüstet.
Zum Hauptrennen war es wieder trocken bei ca. 12 Grad Außentemperatur. Jos fuhr diesmal den Startstint und zauberte einen wirklichen tollen Start hin und konnte sich vor der ersten Kurve von P6 schon auf P4 vorschieben. Lange konnte er sich aber nicht wehren und musste nach 4 Runden den vierten Platz wieder hergeben. Drei Runden später dann die Safetycar Phase, da eine Corvette am Ende der Gegengerade niederbrannte. Als das Auto geborgen war ging es dann wieder weiter und nach gut 30 Minuten des einstündigen Rennens übernahm ich das Auto. Nach erneut gelungenem Boxenstopp waren wir wieder vierter. Den vor mir fahrenden Maserati hatte ich schnell eingeholt und auch gar nicht lange gefackelt und überholt. Doch so langsam fingen die Hinterreifen extrem an abzubauen, der hohe Reifenverschleiß des Autos machte sich bemerkbar. Von hinten nahten ein Nissan, Maserati und ein Aston Martin. Nach langem Kampf fand der Nissan schließlich einen Weg vorbei, doch die anderen Fahrzeuge konnte ich erfolgreich hinter mir halten. Am Ende fuhr sich das Auto wie auf Glatteis und ich muss extrem Vorsichtig sein, konnte aber den vierten Platz ins Ziel retten. Nach dem Zieleinlauf wurde dann noch der siegende Aston Martin wegen fehlerhaften Unterbodens disqualifiziert. Das bedeutete für uns den dritten Platz. Das übertraf unsere Erwartungen und das ganze Team war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden, denn mehr ist mit dem Auto zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht drin. Für mich war es eine überaus gelungene Premiere in der FIA GT WM. Ich konnte zu jeder Zeit die Zeiten der besten mitgehen und habe einiges an Erfahrung dazugewonnen.
Danke an das Team Reiter Engineering für diese Chance und die tolle Zusammenarbeit. Das Team hat bei den Boxenstopps wie auch bei der Abstimmung hervorragende Leistung gezeigt.